Jahrgang 1948 Ich signiere mit Ab 1966 Studium Mathematik, Physik, Kunstgeschichte, Philosophie in Berlin, New Orleans und Bielefeld. Dort 1972 Diplom und 1976 Promotion in Mathematik. Anschließend Studienrat für Mathematik und Kunst bis 1982, dann freischaffend. Erste Ausstellung "Werner Stürenburg" im Leopold-Hoesch-Museum Düren 1983 mit Katalog. Publikation meines Basler Manifests anläßlich der Beteiligung an der Art Basel 1984. Keines meiner Werke ist konstruiert oder ausgedacht. Sie haben auch bewußt keine Titel. Alle Werke sind datiert und dokumentiert, daher kann die künstlerische Entwicklung anhand der Werknummer gut verfolgt werden. Alle Werke werden unter › stuerenburg.com in mehreren Auflösungen gezeigt. Warum malen Sie? Gute Frage. Offenbar will da etwas ans Licht, dem ich mich nicht entziehen kann. Die Malerei läßt mich nicht in Ruhe, also gebe ich nach. Ich suche nicht, ich untersuche nicht, ich experimentiere nicht, ich will nichts, ich mache mich einfach empfänglich und lasse kommen, mich überraschen. Was stellen diese Bilder dar? Meine Werke erzählen keine Geschichte, sie illustrieren keine Idee, sie sind keine Dekoration, sie beschäftigen sich nicht mit Kunst an sich, sie sind nicht willkürlich oder gewollt, sie wollen nicht provozieren. Sie sind also keine "moderne Kunst". Was dann? Keine leichte Antwort. Sie sind offenbar bedeutsam und äußern sich wohl über das Leben an sich, über menschliche Existenz, über grundlegende Seinsfragen. Wer bin ich? Was tue ich hier? Wo stehe ich? Was ist wichtig? Jedes Bild stellt sich zunächst für mich genauso rätselhaft und unverständlich dar wie für jeden anderen Betrachter auch. Im Laufe der Zeit ergeben sich durch den Dialog mit dem Werk immer mehr Einsichten, die die Faszination durch das Geheimnis nachvollziehbar werden lassen. Damit erschließt sich eine neue Dimension in der Kunst. Ein Titel würde diesen Prozeß behindern und wäre deshalb kontraproduktiv. Diese Bilder wären ohne die Vorläufer der Moderne nicht denkbar und sind in hohem Maße den Kollegen » Rembrandt van Rijn, » Pablo Picasso und » Max Beckmann verpflichtet.
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